Zusammenfassung

Diese Studie analysierte erstmalig Parameter der intraindividuellen Variabilität («intra-subject variability», ISV) bei ADS-Patienten und Kontrollen im Alter von sieben bis 14 Jahren in einem Continuous PerformanceTest (CPT), einer Go-Nogo-Aufgabe (GNA), einer Stop-Signal-Aufgabe (SSA) und einer N-back-Arbeitsgedächtnisaufgabe (NBA). Wir berechneten verschiedene Parameter der zentralen Tendenz, Dispersion und Form der Reaktionszeitverteilungen sowie Omissions- und Kommissionsfehler. Gruppenvergleiche ergaben die deutlichsten Effektstärken für die Dispersionsmaße. Gruppenunterschiede in Lage- und Fehlermaßen wurden durch Kontrollieren der ISV erheblich reduziert. Eine (Patienten) bzw. zwei (Kontrollen) Hauptkomponenten erklärten bis zu 67 % der interindividuellen Unterschiede in ISV. Diese Studie zeigt, dass ISV-Maße bei mehreren Tests Patienten und Kontrollen am besten unterscheiden; die inkrementelle Validität anderer Maße ist begrenzt. ISV korrelierte zudem substanziell über verschiedene Tests und reflektiert daher möglicherweise einen einheitlichen Faktor: intraindividuelle Aufmerksamkeitsfluktuationen

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Zusammenafassung

In der vorliegenden Übersichtsarbeit werden die Besonderheiten der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) beim erwachsenen Menschen dargestellt und ihre Bedeutung für die Diagnostik im Erwachsenenalter in den Mittelpunkt gestellt. Dabei wird auch auf bislang in diesem Lebensabschnitt weniger gut untersuchte Subtypenunterschiede und geschlechtsspezifische Besonderheiten eingegangen.

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Zusammenfassung

Galt die ADHS vor einigen Jahren noch als eine Erkrankung des Kindes- und Jugendalters, so versteht man heute darunter ein Störungsbild über die Lebensspanne. Mit Beginn im Vorschulalter divergieren die Symptome in Abhängigkeit des Alters. Daraus lässt sich ein Modell ableiten, welches diese Veränderungen (Komorbiditäten, Alltagsbeeinträchtigungen) auf der Zeitachse dokumentiert und mit den jeweils gültigen diagnostischen Kriterien in Verbindung bringt. Ausgehend von einer genetischen Prädisposition und einer neurobiologischen Dysregulation sind Faktoren festzustellen, die über die Lebensspanne andauern, sich altersspezifisch verändern oder nur für einen bestimmten Entwicklungsabschnitt gültig sind. Es wird deutlich, dass das Vorschulalter und der Übergang in das Erwachsenenalter die Phasen darstellen, in denen sich die meisten qualitativen Veränderungen feststellen lassen. Dies hat Implikationen für die klinische Praxis, indem diese Veränderungen zu Zwecken der Prävention, des diagnostischen Prozesses und der Therapieplanung herangezogen werden können und somit sowohl dem Anwender eine Hilfestellung bieten, aber auch als Ausgangspunkt für weitere Studien herangezogen werden können.

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Zusammenfassung

Die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) ist mit einer Prävalenz von 3-7% eine häufige kinder- und jugendpsychiatrische Störung. Auf der Basis formalgenetischer Studien ergibt sich eine Heritabilitätsschätzung von 60-80% für ADHS mit einem ca. 5-fach erhöhten Risiko für erstgradige Verwandte von Betroffenen. Bislang vier Genomscans lieferten potentiell relevante chromosomale Regionen, insbesondere den einheitlichen Kopplungsbefund auf 5p13. Aus einer Vielzahl von Assoziationsstudien zu Kandidatengenen deuten aktuelle Metaanalysen auf die Relevanz der Gene der dopaminergen Rezeptoren DRD4 und DRD5 sowie des serotonergen Rezeptors HTR1B und des Synaptosomal Assoziierten Proteins (SNAP-25). In Tiermodellen liegen vorwiegend Paradigmen für Hyperaktivität vor; diese sind in knockout- und Quantitative Trait Loci (QTL) Designs mit viel versprechenden Ergebnissen zum dopaminergen System untersucht worden. Es ist davon auszugehen, dass erst das Zusammenwirken verschiedener Gen-Varianten mit jeweils moderatem bis hin zu kleinem Effekt den Phänotyp ADHS bedingen (Oligo-/ Polygenie) und bei verschiedenen Betroffenen unterschiedliche Kombinationen von prädisponierenden Gen-Polymorphismen zu ADHS führen können. Entsprechend sind für molekulargenetische Studien große Fallzahlen notwendig und die bisherigen Befunde als vorläufig zu interpretieren. Zukunftsweisend für die molekulargenetische Aufklärung von ADHS sind SNP-basierte Genomscans, mit denen 10 000-1 000 000 einzelne Polymorphismen (SNPs) gleichzeitig untersucht werden können. Tiermodelle liefern Hinweise auf die Funktion relevanter Kandidatengene und tragen zur Erweiterung der bislang teilweise widersprüchlichen Kenntnisse zur Neurobiologie des ADHS bei.

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Zusammenfassung

Das Forschungsprojekt - ADHS im Erwachsenenalter, die verborgene Störung - untersucht in drei Einzelstudien die Konzentrationsleistung, die möglichen Auswirkungen auf das Befinden und die Selbsteinschätzung erwachsener Menschen mit ADHS. Die Bezeichnung Aufmerksamkeits-Defizitsstörung kann leicht zu Missverständnissen und Fehlfolgerungen führen, was die Ausprägung und Komplizität der Störung anbetrifft. Daher bedingt die Auseinandersetzung mit der ADHS eingehende theoretische Kenntnisse über diese Störung, welche zu Beginn dieser Arbeit beschrieben werden.

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Zusammenfassung

In der vorliegenden Studie wurde die Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätsstörung (ADHS) im Erwachsenenalter in Bezug auf die Symptomatik, neuropsychologische Leistungen und neurophysiologische Maße untersucht. Mit den klinischen Skalen wurden die Symptome der ADHS, Angst- sowie depressive Symptome erfasst. Mithilfe von Symptomskalen wurden die Ausprägungen der Symptome untersucht und die Diagnose wurde sichergestellt. Die neuropsychologischen Leistungen wurden bei den Erwachsenen mit ADHS untersucht, aufgrund der Annahme, dass bei ihnen parallele Defizite wie bei den Kindern mit ADHS vorliegen.

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